Therapieangebote

Kinesio-Taping

Tapeanlagen werden in der Physiotherapie sehr häufig bei Schmerzen und bei Muskel- und Gelenkbeschwerden unterstützend eingesetzt. Zudem finden sie Anwendung bei Migräne, Ödemen, Inkontinenz und Menstruationsbeschwerden, sowie im Breiten- und Leistungssport als auch in der Ergotherapie und der Logopädie.

 

 

Wirkungsweise 

  • Verbesserter Heilungsprozess bei Muskelbeschwerden
  • Unterstützende Wirkung im Gelenk
  • Schmerzreduktion
  • Verbesserter Lymphfluss

Bei Muskelverletzungen kommt es häufig zu einer Entzündung und weiters zu einer Verklebung durch austretende Flüssigkeit zwischen den Gewebsschichten. Dies führt zu einem erhöhten Druck und zu einer Reizung der Schmerzrezeptoren unter der Haut. Die Folgen sind Schmerzen, Steifigkeit, Schwellung und eine erhöhte Muskelspannung. Durch das Dehnen der Haut und der Muskulatur vor und während der Tapeanlage kommt es zu "wellenförmigen Hautfalten" im Ruhezustand – diese bilden den wichtigen Effekt beim Tapen. Durch diese wird die obere Gewebsschicht von der darunter liegenden „abgehoben“ – der Druck auf das darunter liegende Gewebe nimmt ab und es kommt wieder zu einer verbesserten Zirkulation der Lymphflüssigkeit. Zudem kommt es zu einem verminderten Druck auf die Schmerzrezeptoren, wodurch der Schmerz nachlässt.

Bei Gelenksproblemen, die durch ein muskuläres Ungleichgewicht hervorgerufen werden, kann man diese mittels einer Tapeanlage korrigieren. Zudem wirkt der Zug über die Haut auf die Propriozeption und man erhält ein sichereres Bewegungsgefühl.

Durch die Haftung des Tapes auf der Haut kommt es bei jeder Bewegung durch die mechanische Verschiebung zu einer verstärkten Reizung auf die Mechanorezeptoren in der Haut. Diese sind für die Schmerzweiterleitung verantwortlich. Durch diese zusätzliche Reizung wird der Schmerz als schwächer empfunden.

Bei Schwellungen steht oft ein gestörter Lymphabfluss im Gewebe im Hintergrund. Durch die Tapeanlagen kommt es durch den Zug auf das Gewebe zu einer Druckentlastung unter der Haut und damit wieder zu einer entspannteren Drucksituation, um der Lymphflüssigkeit den Abfluss wieder leichter zu ermöglichen

Praktische Hinweise

Meist hält ein Tape 1-2 Wochen. Um die Tapeanlage möglichst lange zu erhalten: nach dem Duschen mit einem Föhn trocknen oder nur mit einem Handtuch abtupfen.
Noch ein Tipp zur schmerzfreien Entfernung des Tapes: Machen sie es nass (am besten unter der Dusche) – danach lässt es sich problemlos abrollen.

 Wenn Sie weitere Fragen zu dieser Behandlungsmethoden haben, können Sie sich an unsere Physiotherapeutinnen Manuela Klima, Cordelia Hönigsberger oder unsere Ergotherapeutin Marion Obereder wenden.